Avantgarde

by frank

Entstehung

Seit 1953 ist die Avantgarde nicht mehr wegzudenken. Schon 1952 trafen sich die ersten unverheirateten jungen Männer unter der Leitung von Theo Eidecker in der Gaststätte Deitermann mit dem Ziel eine Ehrengarde zu gründen.
Der 8. März 1953 gilt dagegen als wirklicher Geburtstag der Avantgarde. Bei der Frühjahrsversammlung wurde Hugo Burghardt als Leutnant der Avantgarde gewählt.
In den späten 1950er Jahre wurde der Kommandeur zum Hauptmann befördert und ihm ein Spieß und ein Schriftführer zur Seite gestellt. Später wurde ein 2. Kommandeur gewählt.
Die Standartenoffiziere wurden mit der Einführung der Standarte 1961 eingeführt.

Die Uniform besteht aus einer schwarzen Uniformjacke mit Schulterklappen, weißer Hose und weißem Hemd sowie der blauen Schirmmütze. In dem ersten Jahren trugen die Avantgardisten eine schwarze Krawatte. Dies änderte sich 1971 nach dem Vorschlag der damaligen Vereinswirtin Else Deitermann, als die Avantgarde auf ihre markanten Bordeaux-roten Fliegen umstiegen. Die Offiziere tragen seit 1999 eine silberne Schützenkrawatte und ehemalige Offiziere seit 2008 eine rote Schützenkrawatte.
1998 wurde von André Mönster ein Ärmelemblem (s. Links) entworfen, das seitdem Jacken und Hemden der Avantgardisten ziert. Die Offiziere tragen Degen und Säbel.
Für die Mannschaft wurde 1963 von Heinz Gesenhoff und Albert Krampe hölzerne Gewehrattrappen gebaut. Diese wurden zweimal erneuert bis zuletzt 2018 neue Gewehre angeschafft werden konnten.

Standarte

Beim Schützenfest in Horst-Wessel 1961 zum ersten Mal getragen, ist die Standarte der Avantgarde sicherlich das schönste Aussrüstungsstück des Vereins.
Nach dem Vorbild der Tischstandarte von 1959, wurde sie von der Firma Fahnen-Reuter in Münster angefertigt.
Die Vorderseite der ca. 55 cm x 55 cm großen Fahne, zeigt den Schützenadler mit Krone, Zepter und Reichtsapfel auf grüner Seide.
Auf der Rückseite befindet sich der Hubertushirsch mit der Aufschrift „Mit Herz und Hand für‘s Heimatland“.
Die Standarte wurde 2001 und 2020 restauriert. Seit 1979 wird sie in einem von Mitglieder gebauten Schaukasten in der Gaststätte Deitermann aufbewahrt.

Fahnenavantgarde

Im Jahr 1973 wurde durch den damaligen Kommandeur Bernd Deitermann die Fahnenavantgarde gegründet. Deren Führung bestand aus einem Kommandeur aus der Avantgarde sowie einer zweiten Kommandeurin aus den eigenen Reihen. Ihren ersten Auftritt hatten sie beim Schützenfest 1974.
Seitdem wurden für die Feste immer wieder neue Tänze und Fahnenschläge einstudiert. Die Fahnenavantgarde wurde 1998 auf eigenen Wunsch in die Eigenständigkeit verabschiedet.

Reservisten Avantgarde / Ehrenavantgarde

1994 wurde auf Vorschlag einiger Avantgardisten die „Reservisten Avantgarde“ gegründet. Sie bestand aus altgedienten Avantgardisten, die nicht mehr die ganze Breite der Verpflichtungen erfüllen wollten. Sie trugen ein eigenes Ärmelemblem und die Uniform eines Unteroffiziers. Nach Abgang der meisten Mitglieder wurde die Gruppe 2008 aufgelöst. 2025 wurde die Reservisten wieder ins Leben gerufen. Zusätzlich gibt es seit 2017 die Ehrengarde. Sie besteht aus den Ehrenmitglieder und verdienten Mitglieder, die mittlerweile alles Fördernde Mitglieder sind.

Schützenfest

Hauptaugenmerk der Avantgarde liegt natürlich auf das jährliche Schützenfest. Dazu gehören auch einige Vorbereitungen.
Seit 1988 wird das Festzelt mit Birkengrün geschmückt. Das Zelt hatte bis 2012 einen Tannengrünkranz, der in Wechsel zwischen Offizierscorps und Avantgarde gebunden wurde.
Das Dorf wird seit 1972 mit blau-weißen Wimpelketten geschmückt. Seit dieser Zeit kümmern sich die Avantgardisten auch um die Begrünung der Häuser von kommandierenden Offizieren und Königen sowie die Bereitung der Avantgardenecke auf dem Schützenplatz.
Zu den Aufgaben der Avantgarde gehört auch das Ausschießen des Runkelkönigs.
Während des Festes obliegt es der Avantgarde das Niederlegen des Kranzes am Mahnmal.
Vor der Festumstellung wurde von der Avantgarde und dem Spielmannszug der Kolpingfamilie Herbern auch das Große Wecken am Montag durchgeführt. Dabei wurde der Pfarrer des Ortes, die Könige, Vorstand und der Hauptmann geweckt.

Weitere Veranstaltungen

Im Veranstaltungskalender sind aber noch mehr Termine aufgelistet. Zu den wichtigsten Veranstaltungen gehört sicherlich das Ermitteln eines eigenen Königs der Avantgarde. Dieser Maikönig wird seit 1972 ausgeschossen. 1992 wurde es auf Grund der Einführung eines Ausmarsches im Mai, das Biwak auf das erste Wochenende im September verlegt.
 

Neben dem Biwak gehört seit 1998 das Kinderschützenfest in unregelmäßigen Abständen zu den Veranstaltungen der Avantgarde. Die Begleitung des Königspaares auf die verschiedenen Gastschützenfeste sowie Begegnungen mit Avantgarden aus der Umgebung gehören ebenfalls dazu.
Aber auch Arbeitseinsätze stehen auf der Agenda so zum Beispiel die Dorfsäuberung, Aktionen am Schützenplatz, Einsätze auf dem Recyclinghof oder beim Weihnachtsmarkt.
Auch das gemeinsame Ausüben des Schießsportes kommt nicht zu kurz. Jährlich wird der beste Schütze der Avantgarde ausgezeichnet.

KOMMANDEURE DER AVANTGARDE

  1. Theo Eidecker (1952)
  2. Hugo Burghardt (1953-1956)
  3. Otto Engler (1956-1965)
  4. Paul Närdemann (1965-1969)
  5. Walter Nientied (1969-1971)
  6. Egon Pettendrup (1971-1973)
  7. Bernhard Deitermann (1973-1977)
  8. Bernharde Gesenhoff (1977-1981)
  9. Reinhold Fette (1981-1986)
  10. Michael Overs (1986-1989)
  11. Klaus Feldkemper (1989-1997)
  12. Heiko Mönster (1997-2001)
  13. Thomas Hohenlöchter (2001-2002)
  14. Tim vor dem Genschenfelde (2002-2005)
  15. André Schumann (2005-2009)
  16. Tobias Temmann (2009-2011)
  17. Tobias Tyburzy ( 2011-2017)
  18. Daniel Krampe (2017-2020)
  19. Julian von der Halben (2020-2021)
  20. Nils Daldrup (2021-2025)
  21. Lukas Billermann (seit 2025)

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