Entwurf zur

Neufassung der Satzung des Bürgerschützenvereins Herbern 1822 e.V.

(Beschlussfassung Innerer Vorstand vom 14.09.2018 zur Vorlage in der Mitgliederversammlung am 25.11.2018 und dortiger Abstimmung)

 

Präambel:

Wenn von Personen die Rede ist, sind männliche wie weibliche Personen gleichermaßen gemeint. Nur wegen der besseren Lesbarkeit wird ausschließlich die männliche Form verwendet.

 

§1: Name und Sitz

Der Bürgerschützenverein 1822 Herbern e.V. hat seinen Sitz in 59387 Ascheberg-Herbern. Der Verein ist im Vereinsregister des zuständigen Amtsgerichts eingetragen.

 

§2: Zweck des Vereins

a)      Stiftung von geselliger Unterhaltung im Rahmen des Vereins, zum Abbau sozialer Spannungen.

b)      Bereicherung des öffentlichen und privaten Lebensraumes im Geiste christlicher Sitte und Kultur.

c)      Pflege althergebrachten Brauchtums, insbesondere durch Veranstaltungen von Heimat- und Schützenfesten.

d)     Förderung des Jugend- und Erwachsenen-Schießsports

 

§3: Mitgliedschaft

Der Bürgerschützenverein besteht aus

a)      Mitgliedern und

b)      Ehrenmitgliedern

 

Aufgenommen werden kann, wer unbescholten und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist.

Eine Ehrenmitgliedschaft kann durch die Mitgliederversammlung mittels Abstimmung und einfacher Mehrheit und durch eine Versammlung des Inneren Vorstands mit 2/3 Mehrheit beschlossen/ausgesprochen werden.

 

§4: Vorstand

Der geschäftsführende Vorstand besteht im Sinne des § 26 BGB aus dem

1. Vorsitzenden
2. Vorsitzenden
Hauptkassierer
Geschäftsführer
Sprecher der Offiziere
Der Innere Vorstand besteht aus den Personen des geschäftsführenden Vorstands,

dem Schriftführer, dem Generaloberst, dem Oberst, dem Hauptmann, dem Kompaniefeldwebel/Spieß,

den Sprechern des Beirats bzw. der Ehrenkompanie/Ehrengarde,

den Sprechern/Kommandeuren der Avantgarde,

den Sprechern/Kommandeuren der Fahnengarde

und den Beisitzern mit Funktionen.

Die Mitglieder des Vorstands werden für jeweils 2 Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Es stellen sich im Wechsel zur Wahl:

a)      der 1. Vorsitzende, der Hauptkassierer, der Schriftführer und die Hälfte der Beisitzer

b)      der 2. Vorsitzende, der Geschäftsführer und die zweite Hälfte der Beisitzer

Die jeweiligen Sprecher werden von den zuständigen Abteilungen gewählt.

 

§5: Ehrenkompanie/Ehrengarde/Beirat

Die Ehrenkompanie-/Ehrengarde/der Beirat besteht aus Ehrenmitgliedern, den Trägern des Hubertusorden (maximal 15 Stück können gleichzeitig an lebende Mitglieder vergeben werden) und aus verdienten Mitgliedern.

Verdiente Mitglieder sind:

–          Offiziere mit einer Dienstzeit von mindestens 8 Jahren (Offiziersjahre in der Avantgarde werden nicht angerechnet)

–          Mitarbeit im Inneren Vorstand von mindestens 8 Jahren

–          Aktuelle und ehemalige Hauptkönige

–          Alle weiteren Mitglieder auf Beschluss des Inneren Vorstands (jedes Mitglied des Inneren Vorstands kann Mitglieder zur Aufnahme in den Beirat/die Ehrenkompanie vorschlagen)

 

§6: Erweiterer Vorstand/Gesamtvorstand

Der erweiterte Vorstand/Gesamtvorstand besteht aus dem Inneren Vorstand, den Offizieren, den Mitgliedern des Beirats/der Ehrenkompanie und aus den amtierenden Königen. Der erweiterte Vorstand soll einmal im Jahr (vor dem Schützenfest) einberufen werden.

 

§7: Vertretung des Vereins

Zur Vertretung des Vereins sind zwei geschäftsführende Vorstandsmitglieder berechtigt, darunter muss der 1. Oder 2. Vorsitzende sein.

 

Der geschäftsführende Vorstand vertritt den Verein gerichtlich und aussergerichtlich, führt dessen Geschäfte, überwacht den Vollzug der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung.

Der Vorstand beruft die Mitgliederversammlung ein und der 1. Vorsitzende führt in ihr den Vorsitz.

Der geschäftsführende Vorstand bedarf der Entlastung in jedem Jahr.

 

§8: Mitgliederversammlung

Zur Mitgliederversammlung wird über Bekanntmachung in der Tageszeitung `Ruhr-Nachrichten` eingeladen. Dazu erfolgt die Bekanntmachung des Termins und des Inhalts der Mitgliederversammlung über die Homepage des Vereins unter www.bsv1822.de.

Die Mitgliederversammlung findet im letzten Quartal eines jeden Jahres statt.

Das Recht zur Einberufung von ordentlichen und ausserordentlichen Mitgliederversammlungen hat der Vorsitzende. Auf Antrag von mindestens sieben Vorstandsmitgliedern muss eine ausserordentliche Mitgliederversammlung einberufen werden.

Über jede Mitgliederversammlung muss Protokoll geführt werden, es ist vom Versammlungsleiter und vom Schriftführer zu unterzeichnen.

Beschlüsse gelten mit einfacher Mehrheit als angenommen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

§9: Beiträge

Die Höhe des Beitrags wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Er ist jährlich zu entrichten. Beitragsfrei bleiben Ehrenmitglieder.

 

§10: Ende der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt bei nicht ordnungsgemäßer Zahlung des Jahresbeitrags oder durch schriftliche Willenserklärung an ein Mitglied des Inneren Vorstands.

 

§11: Veranstaltungen

Veranstaltungen des Bürgerschützenvereins werden in der Mitgliederversammlung oder bei einer Inneren Vorstandssitzung beschlossen.

Schützenfeste sind in überlieferter Art und Weise zu gestalten.

Am Königsschießen kann teilnehmen

a)      wer das 18. Lebensjahr vollendet hat (Jungschützenkönigschießen)

b)      wer das 21. Lebensjahr vollendet hat (Hauptkönigschießen)

c)      und wer mindestens ein Schützenjahr Mitglied des Bürgerschützenvereins ist.

Im Zweifelsfall und über Ausnahmen entscheidet der geschäftsführende Vorstand mit einfacher Mehrheit.

 

§12: Geschäftsführer, Hauptkassierer, Sprecher der Offiziere, Schriftführer

Der Geschäftsführer bereitet die Verträge vor, kommuniziert mit Behörden und anderen Institutionen, kommuniziert mit der Presse, entwirft und erstellt Anfragen/holt Angebote ein. Dieses geschieht in enger Abstimmung mit dem 1. Vorsitzenden/dem geschäftsführenden Vorstand.

Der Hauptkassierer hat alle Gelder zu erheben und die vom Vorstand beschlossenen Zahlungen für Ausgaben zu leisten. Er haftet für eine ordnungsgemäße Führung der Vereinskasse. Einnahmen und Ausgaben hat er buchungsmäßig zu erfassen und die Unterlagen auf Verlangen dem Vorstand vorzulegen. Er hat in der jährlichen Mitgliederversammlung nach Prüfung der Kassenbücher durch zwei von der Versammlung bestimmte Kassenprüfer –  die nicht dem Vorstand angehören dürfen – einen Kassenbericht zu geben. Der Kassierer ist duch die Versammlung zu entlasten.

Der Schriftführer erledigt die schriftlichen Arbeiten des Vereins und führt das Protokollbuch. Der Vorstand hat hier jederzeit das Recht zur Einsichtnahme.

Der Sprecher der Offiziere wird von der Offiziersversammlung gewählt und muß dem Vorstand der Offiziere angehören (also im Rang Generaloberst, Oberst, Hauptmann oder Spieß sein). Der Sprecher der Offiziere muss nicht der ranghöchste Offizier sein.

 

§13: Kunst-, Kultur- und Vermögenswerte

Änderung nur Satz 1:

Der geschäftsführende Vorstand, insbesondere der 1. und 2. Vorsitzende, hat darüber zu wachen, dass alte Besitztümer des Vereins, die Kunst- und Kulturwert haben, sorgfältig verwahrt und gepflegt werden. Vermögenswerte sind im Interesse des Vereins sorgsam zu verwalten. Veräußerungen bedürfen der Zustimmung der Mitgliederversammlung.

 

 

 

§14: Ehrungen

Über Ehrungen aus besonderen Anlässen beschließt der Vorstand. Verstorbenen Mitgliedern gibt der Bürgerschützenverein das letzte Geleit unter Mitführung der Vereinsfahne und spendet einen Beitrag zur Grabpflege oder spendet nach Absprache einen Kranz.

§15: Satzungsänderungen

Satzungsänderungen können nur durch Beschluss der Mitgliederversammlung herbeigeführt werden. Hierzu ist eine Mehrheit von drei Viertel der anwesenden Mitglieder erforderlich.

 

§16: Auflösung des Vereins

Ein Antrag auf Auflösung des Vereins muss von mindestens einem Drittel der Mitglieder gestützt sein. Entspricht der Antrag den Erfordernissen, so ist umgehend in zwei aufeinanderfolgenden Mitgliederversammlungen, zwischen denen mindestens 14 Tage liegen müssen, über diesen Antrag abzustimmen. Die Beschlüsse müssen gleichlautend und von mindestens zwei Dritteln der Mitglieder getragen sein.

 

§17: Verwendung des Vermögens

Im Falle der Auflösung des Vereins wird das vorhandene Vereinsvermögen in Form eines Treuhandvermögens dem jeweiligen Träger der Herberner St. Benedikt-Kirche mit der Maßgabe zugewiesen werden, die Erträge aus dem Vereinsvermögen während der Zeit der Treuhandschaft caritativen Zwecken zufließen zu lassen. Nach Wiederaufleben des Vereins hat der Treuhänder das Vermögen wieder dem Verein zur Verfügung zu stellen.

 

§18: Annahme der Satzung

Die am 23.04.1978 beschlossene und in der Mitgliederversammlung am 22.11.1998, 22.11.2003 und 25.11.2018 geänderte Satzung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.